Fahrradanhänger für Babys

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt keine Fahrradanhänger, die speziell für den Transport von Babys ausgelegt sind. Aber: Es werden Systeme zum Umrüsten normaler Kinderfahrradanhängern angeboten, die sie für Babys bzw. Kleinkinder tauglich machen. Das Angebot ist überschaubar. In vielen Internet-Foren empfehlen Nutzer die Babyschale von Weber (“Weberschale”), die speziell für Kinderfahrradanhänger entwickelt wurde. Die Schale ermöglicht eine nahezu liegende Haltung des Babys und wird mit dem Gurtsystem des Fahrradanhängers fixiert. Ein weiteres Angebot kommt vom Hersteller Chariot. Der in der Art einer Hängematte zu befestigende Babysitz wird von vielen Eltern aufgrund des hohen Liegekomforts empfohlen.

Auf Kompatibilität achten

Da die Umrüst-Sets für Babys nicht in die Anhänger aller Hersteller passen, sollte hier vor dem Kauf geklärt werden, ob das gewählte Modell sich für den Einbau eignet. Wichtig: Soll neben dem Baby noch ein älteres Kind transportiert werden, muss der Anhänger trotz der Babyschale noch ausreichend Sitzplatz bieten.

Ab welchem Alter?

André Gläser, Experte vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), empfiehlt, Kinder erst dann in einem Fahrradanhänger mitzunehmen, wenn sie ihren Kopf selbstständig aufrecht halten können. Das steht im Widerspruch zu den Werbeaussagen verschiedener Hersteller. Hier wird ein problemloser Transport bereits ab dem 1. Monat beworben. Wer ganz sicher gehen will, sollte sein Kind erst ab dem 6. Monat mitnehmen. Natürlich hängt die Entscheidung auch von der Qualität der zu fahrenden Strecke und der Fahrtdauer ab. Ab ca. 1 Jahr können Ihre Kinder ohne Extra-Sitz ganz normal in einem Fahrradanhänger angeschnallt werden.

Die Wahl des richtigen Anhängers

In erster Linie ist auf eine gute Federung zu achten. Die Muskulatur von Babys und Kleinkindern ist noch nicht in der Lage, Stöße und Schüttelbewegungen mit eigener Körperspannung abzufangen. Je besser der Anhänger gefedert ist, desto sicherer und bequemer kann Ihr Nachwuchs mitfahren. Das Befestigungs-System im Anhänger muss die Babyschale bzw. den Babysitz gegen jegliches Verschieben und -rutschen sichern.

Ebenso wichtig ist, dass der Anhänger ausreichend Schutz vor Regen, Sonne, UV-Strahlung und Insekten bietet. Grundsätzlich lohnt sich die Anschaffung eines qualitativ hochwertigen Fahrradanhängers, da die wichtigen Faktoren hier in aller Regel erfüllt werden. Machen Sie in jedem Fall eine Geruchsprobe. Modelle die einen starken chemischen Geruch haben, könnten mit Schadstoffen belastet sein.

Die Wahl des richtigen Anhängers


Die Wahl des richtigen Anhängers
Fahrradanhänger – © Brocreative – Fotolia

Flexibel und mobil

Die meisten der angebotenen Kinderfahrradanhänger bieten mehrere Möglichkeiten der Nutzung. Speziell bei den hochpreisigen Modellen besteht die Möglichkeit den Anhänger mit wenigen Handgriffen zu einem Jogger- oder Buggymodell umzubauen. Ebenso sind viele Kinderfahrradanhänger zusammenklappbar. Im Bedarfsfall können sich mit einem ähnlichen Platzaufwand wie normale Kinderwagen im Auto transportiert werden.

Sinnvolles Zubehör

Um den besonderen Bedürfnissen der Allerkleinsten gerecht zu werden, bietet der Handel optionales Zubehör an. Für die Weberschale gibt es eine spezielle Babydecke, die sich optimal befestigen lässt und darüber hinaus als Baby-Schlafsack genutzt werden kann. Ein weiteres sinnvolles Extra ist das ADAC-verglichene Sandini Sleepfix-Kissen. Dieses patentierte Nackenhörnchen hält den Kopf des Kindes auch beim Schlafen in einer aufrechten Position und sichert zusätzlich gegen Stöße. Für mehr Sicherheit bei Dämmerung und im Dunkeln muss der Fahrradanhänger mit Reflektoren und einem eigenen Beleuchtungssystem ausgerüstet werden.

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