Fahrradanhänger für Kinder

Auch ohne Auto mit ein oder zwei Kindern mobil bleiben – hier liegt die große Stärke von Kinderfahrradanhängern. Sie schützen das Kind vor Wind und Wetter, sind aufgrund leichter Bauweise problemlos zu ziehen und bieten (anders als Fahrradsitze) Platz für Kinder bis zum siebten Lebensjahr. Darüber hinaus ermöglichen sie dem Kind im Vergleich zum Fahrradsitz mehr Bewegungsfreiheit und eine ungehinderte Sicht während der Fahrt.

Mehr Sicherheit

Auch in puncto Sicherheit haben die rollenden Kokons die Nase vorn. Vom ADFC sagt hierzu André Gläser: “Die Fahrt im Anhänger ist mit Sicherheit ungefährlicher, als das Kind auf dem Kindersitz zu transportieren.” Bei einem Unfall stürzt der Anhänger nicht automatisch mit um und schützt das Kind durch zusätzliche Pufferzonen vor Verletzungen. Bei einigen Modellen bietet der obere Rahmenteil oder der Schiebegriff darüber hinaus die Funktion eines Überrollbügels.

Fahrradanhänger für Kinder
Fahrradanhänger – © Brocreative – Fotolia

Ähnlicher Aufbau

Der Aufbau von Kinderfahrradanhängern verschiedener Hersteller unterscheidet sich in der Regel nur durch Details. Es gibt sie in verschiedenen Größen, die einem oder zwei Kindern Platz bieten. Allen gemeinsam ist ein stabiler Metallrahmen aus Stahl oder (günstiger, da leichter) Aluminium. Eine Bespannung aus Textil oder anderen Funktionsmaterialien bildet die eigentliche Sitzkabine. Transparente Seitenteile aus Folie oder Fliegengitter ermöglichen Aus- und Einblicke.

In den Metallrahmen ist normalerweise eine stabile Bodenwanne integriert. Auf ihr befinden sich die Sitze aus Textilbespannung oder geschäumten Polymeren. Letztere Variante bietet besonders guten Halt für Babyschalen und Kleinkinder.

Ganz besonderes Augenmerk sollte den Sicherheitsgurten gelten. Sie müssen über beide Schultern und den Beckenbereich des Kindes schließen und dürfen vom Kind nicht selbstständig zu öffnen sein.

Die vordere Öffnung dient zum Ein- und Aussteigen und kann in der Regel mit einem transparenten Regenschutz oder einem Fliegengitter verschlossen werden.

Alle Modelle haben eine Luftbereifung mit Speichenrädern. In der Regel sind die Räder einzeln aufgehängt und mittels Spannverschlüssen für einen eventuellen Transport schnell an- und abzumontieren. Hochwertigere Modelle bieten verschiedene Arten der Federung, die besonders bei der Mitnahme von Babys und Kleinkindern zu empfehlen ist.

Die Befestigung am Fahrrad erfolgt mittels einer Deichsel. Sie führt vom unteren Metallrahmen des Anhängers bis zur Kupplung, die üblicherweise in Höhe der Hinterachse am Fahrrad befestigt wird, um einen guten Schwerpunkt zu gewährleisten.


Problem Schadstoffe

Das schlechte Abschneiden verschiedener (auch hochpreisiger) Kinderfahrradanhänger bei der Stiftung Warentest wird in vielen Fällen mit einer zu hohen Schadstoffbelastung begründet. Gefunden wurden Phthalate (Weichmacher) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in deutlich zu hohen Konzentrationen. In Gurten, Sitzen, Sichtfenstern und Seitenwänden konnten diese möglicherweise krebserregenden Substanzen vermehrt nachgewiesen werden.

Sinnvolle Extras für die Sicherheit

Da Kinderfahrradanhänger eine sehr tiefe Straßenlage haben, sind sie für andere Verkehrsteilnehmer im ungünstigen Fall nicht sichtbar. Sie sollten daher in jedem Fall durch einen roten Wimpel an einer langen Stange gekennzeichnet werden. Einige Modelle sind von Herstellerseite mit Reflektoren für Fahrten bei Dämmerung ausgestattet. Wenn Sie im Dunkeln fahren wollen, müssen Sie den Anhänger mit einem Beleuchtungssystem ausrüsten.

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